CDU Gemeindeverband Wiefelstede

Gristeder nun Insel-Bürgermeister

Matthias Piszczan liegt bei Stichwahl mit 25 Stimmen vorn

 

 

Es war der zweite Anlauf des 53-Jährigen. 2006 hatte er schon einmal für das Amt kandidiert. Bei der CDU in Wiefelstede habe er viel gelernt, sagt der Gristeder.

Gristede/Spiekeroog Am Tag der Stichwahl hatte er mächtig Lampenfieber, sagt Matthias Piszczan. Zum zweiten Mal nach 2006 war er in diesem Jahr als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog angetreten. Am Sonntagabend war klar: Der Gristeder ist neuer Bürgermeister von Spiekeroog. Er wird sein Amt zum 1. November antreten.

Bei der Stimmenauszählung blieb es spannend bis zuletzt, erinnert sich Piszczan an den Sonntagabend auf der Insel, denn bei der Auszählung der Briefwahlstimmen lag sein Konkurrent mit drei Stimmen vorn. Letztlich bekam der Gristeder jedoch 25 Stimmen mehr. Für sieben Jahre ist der 53-Jährige, der als Einzelbewerber angetreten war, nun gewählt. Damit wird er ab Ende Oktober auch nicht mehr Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes der Polizei in Bad Zwischenahn sein, denn: „Ich darf nur einem Dienstherren dienen“. Auch der CDU-Gemeindeverband Wiefelstede, dem Piszczan seit 2007 angehört, wird sich nun einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden suchen müssen. In der CDU aber will der Gristeder bleiben, der gemeinsam mit Ehefrau Heidrun seinen ersten Wohnsitz auf die Insel verlegen wird. „Meine Frau wird dann pendeln, um ihrer Arbeit weiter nachgehen zu können“, sagt der 53-Jährige. Seine Frau habe ihn bei seinem Entschluss, nach 2006 nochmals anzutreten, ganz toll unterstützt, berichtet Piszczan: „Ohne diese Unterstützung hätte ich es niemals geschafft“. Geholfen haben ihm bei diesem zweiten Anlauf im Wahlkampf auch die Erfahrungen, die er bei der CDU in Wiefel­stede gemacht hat.

Neuer Bürgermeister von Spiekeroog: Matthias Piszczan aus Gristede.Neuer Bürgermeister von Spiekeroog: Matthias Piszczan aus Gristede.
Als Bürgermeister der Insel will er an einer offenen und bürger- und lösungsorientierten Verwaltung arbeiten, sagt er. Er will ein „Bürgermeister zum Anfassen“ sein auf der Insel, auf der er und seine Frau bereits seit zehn Jahren Ferienwohnungen anbieten – im alten Feuerwehrhaus der Insel. Seitdem ist er alle zwei bis drei Wochen auf Spiekeroog, das er längst als seine zweite Heimat ansieht. Dort will er auch dafür sorgen, dass mehr tourismusfremde Betriebe wie Handwerker auf der Insel Fuß fassen. Was wird, wenn er nach sieben Jahren nicht wiedergewählt wird? „Das lassen wir auf uns zukommen“, sagt der neue Insel-Bürgermeister.